
DEKLARATION
16. Weltkongress der WADP und DAP
Die auf dem 16. Weltkongress der WADP in München versammelten Wissenschaftler beschäftigen sich mit den Gesundheitsproblemen der Weltbevölkerung. Gesundheitsexperten sagen voraus, dass innerhalb der nächsten 10 Jahre Depression die vorherrschende Krankheit sein wird.
In unseren Gesellschaften begegnen uns vermehrt Angst, Aggression, Resignation und Ohnmacht. Die tragischen Ereignisse in Japan machen uns bewusst, dass als Folge immer wiederkehrender Naturkatastrophen die Angst der Menschen bereits ein hohes Maß erreicht hat. Deshalb sollten wir alles tun, um vermeidbare, von Menschen erzeugte Katastrophen zu verhindern.
Nicht nur Naturkatastrophen, sondern auch soziale Katastrophen können psychische Störungen auslösen. Daher rufen wir alle Verantwortlichen auf, bevor weitreichende politische Entscheidungen getroffen werden, die möglichen psychologischen und existenziellen Folgen für ihre Mitbürger zu beachten. Gefühle innerer und äußerer Sicherheit der Bevölkerung sollten gestärkt werden, um die aus existentieller Angst sich möglicherweise entwickelnden Gewalt zu verhindern.
Dazu benötigen wir zwischenmenschliche, gesellschaftliche und politische Solidarität.
Präsident der WADP Präsidentin der DAP
Prof. N. Neznanov Dr. M. Ammon
(St. Petersburg) (Berlin / München)
München, 25. März 2011
(Deklaration zum Download)
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